Heute habe ich das große Vergnügen mit dem HR-Startup Wellabe zu sprechen. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, das betriebliche Gesundheitsmanagement der Zukunft zu etnwickeln. Wie auch Ihr in nur 15 Minuten einen kompletten Checkup Eurer Mitarbeiter erhalten könnt, verrät uns heute Gründer Sebastian im neuesten HR-Startup Interview.

Philipp: Grüß dich Sebastian, vielen Dank, dass du dir für das Interview Zeit genommen hast. Für diejenigen unter uns, die dich noch nicht kennen, stell dich doch kurz vor. Was sind deine Aufgaben bei wellabe?

Danke dir Philipp – ich freue mich, dir mehr über unser Digital Health Start-up wellabe zu erzählen. Mein Name ist Sebastian Dünnebeil und ich habe wellabe 2018 gemeinsam mit Michael Theodossiou gegründet.  Als Informatiker, der im Bereich der medizinischen Informatik promoviert hat, bin ich für die Produktentwicklung verantwortlich. Dazu gehört unter anderem die stetige Anpassung unseres Check-ups, die Implementierung neuer Sensoren und die Entwicklung unserer Software-Plattform und App.

Philipp: Was ist die Idee hinter wellabe? Wie unterstützt ihr Unternehmen und ihre Mitarbeiter beim BGM?

wellabe ermöglicht es unseren Nutzern, in kurzer Zeit und ohne Aufwand einen ganzheitlichen und sehr umfassenden Einblick in die eigene Gesundheit zu erhalten. Wir haben ein mobiles Gesundheitslabor entwickelt, mit dem wir Gesundheits-Check-ups am Arbeitsplatz anbieten. Während des 15 minütigen Check-ups werden viele spannende Gesundheitswerte gemessen. Die Ergebnisse werden für unsere Teilnehmer in einer App aufbereitet und erklärt und sind die Basis für individuelle Präventionsprogramme. In einer Online-Gesundheitsberatung stehen unsere Ärzte für Fragen zur Verfügung und unterstützen bei einer nachhaltigen Lebensstiländerung.

Arbeitgeber erhalten auf Wunsch Empfehlungen auf Basis aggregierter und  anonymisierter Daten, um die Auswahl, Umsetzung und Evaluierung gesundheitsfördernder Maßnahmen im Unternehmen zu unterstützen. Dadurch wird es für BGM-Verantwortliche möglich, die Effektivität der Maßnahmen über einen längeren Zeitraum zu beobachten und zu messen, ohne in Kontakt mit Gesundheitsdaten einzelner Mitarbeiter zu kommen. Der digitale Kanal ermöglicht es Verantwortlichen zudem, ein nachhaltiges Betriebliches Gesundheitsmanagement auch für Mitarbeiter in dezentralen Strukturen aufzubauen.

Wellabe app layout

Philipp: Wie kamst du auf die Idee das digitale Health Startup wellabe zu gründen?

Ich habe mich schon immer für Daten und Gesundheit interessiert und stellte gleichzeitig  fest, dass ich wenig über meine eigene Gesundheit weiß. Wir agieren meist erst, wenn es Probleme gibt, die nicht mehr zu ignorieren sind und die sich manchmal schon zu chronischen Erkrankungen entwickelt haben. Das wollte ich ändern und Menschen einen transparenten Einblick in ihre Gesundheit gewähren. So ist die Idee zu wellabe entstanden.

Philipp: Warum sollten Unternehmen regelmäßig einen Check-up mit ihren Mitarbeitern durchführen?

Gesundheit ist ein wahnsinnig persönliches Thema. Deswegen sind unsere Check-ups, die persönlich vor Ort durchgeführt werden, ein sehr sinnvoller Bestandteil einer nachhaltigen BGM-Strategie. Während des Check-ups erhalten die Teilnehmer einen aktuellen Einblick in ihren Gesundheits-Status quo und verraten im persönlichen Gespräch mehr über ihre Wünsche und Beweggründe – so sind unsere darauf aufbauende Maßnahmen zielgerichtet und erfolgversprechender.  Und genau das schätzt unserer Erfahrung nach auch der Arbeitgeber – die Check-ups sind keine punktuelle Einzelmaßnahme, sondern sind eingebettet in ein ganzheitliches Angebot, das für einen nachhaltigen Effekt sorgt.

Philipp: Versetzen wir uns in die Rolle eines vielbeschäftigten Mitarbeiters, wie lange dauert ein solcher Check-up und wie gut kann ich die vorgeschlagenen Maßnahmen in meinen Arbeitsalltag integrieren? Wie können diese Maßnahmen aussehen?

Einer unserer großen Vorteile: Unser Check-up lässt sich bequem in den Arbeitsalltag integrieren. Die Terminbuchung ist schnell und einfach über die App möglich und der Check-up selbst dauert nur 15 Minuten – lange Wartezeiten oder der Weg zum Arzt entfallen. Und auch unsere Maßnahmen, die sogenannten Challenges in der App, fußen darauf, dass sie einfach in den (Arbeits)alltag zu integrieren sind. Das können beispielsweise Bewegungschallenges sein, die in der Mittagspause durchgeführt werden können oder Entspannungstechniken, die auch bei einem langem Tag vor dem Bildschirm helfen können. Wer darüber hinaus tiefergehende Maßnahmen in Anspruch nehmen möchte, findet auf unserer Plattform eine Vielzahl geprüfter Partner aus den Bereichen Bewegung, Ernährung und mentale Gesundheit.

Philipp: Was sind die weiteren Vorteile, Gesundheitschecks direkt am Arbeitsplatz anzubieten?

Gesundheit ist unser höchstes Gut, doch oft verhindert im Alltag die Bequemlichkeit, sich des Themas anzunehmen. Mit wellabe ist ein umfassender Gesundheitscheck nicht mehr Aufwand als eine Kaffeepause. Wir schaffen kurze Wege und machen Prävention für den Mitarbeiter einfach, erlebbar und individuell. So werden nicht nur die bereits Gesunden abgeholt, sondern auch Mitarbeiter mit Risikofaktoren, die sonst den Weg zum Arzt vielleicht eher meiden.

Für den Arbeitgeber bieten wir ein Angebot, das für ihn ohne hohen Organisationsaufwand umzusetzen ist und das seine Mitarbeiter lieben – das zeigen unsere sehr hohen Zufriedenheitswerte. Solche Angebote wissen die Mitarbeiter zu schätzen – davon profitiert der Arbeitgeber und positioniert sich so aktiv im heiß umkämpften war of talents.

Philipp: Welche Risikofaktoren gibt es und wie unterstützt ihr dabei, Krankheiten präventiv zu verhindern?

Viele Gesundheitsprobleme tun nicht weh – oder erst dann, wenn sie schon weit fortgeschritten sind. Daher nehmen viele die Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt nicht wahr und wissen gar nicht, ob sie Risikofaktoren haben. Unser Check-up ist attraktiv gestaltet und macht viele Mitarbeiter neugierig – die Termine sind meist restlos ausgebucht. Wir schaffen so ein Präventionsangebot, das auch wahrgenommen wird und erheben währenddessen mehr als 60 Parameter aus den Bereichen Stoffwechsel- und Herzkreislaufsystem, Körperzusammensetzung, Lungenfunktion sowie Stress und zeigen mögliche Risikofaktoren auf – und damit lassen wir unsere Teilnehmer nicht allein. Im zweiten Schritt erklären wir ihnen umfangreich – über das Video-Arztgespräch und die Inhalte in der App – wie diese Werte mit dem eigenen Verhalten zusammenhängen und wie Risikofaktoren minimiert werden können. Bei Folge-Check-ups sehen wir die Wirksamkeit der empfohlenen Maßnahmen und die Verbesserungen der Teilnehmer – das motiviert die Teilnehmer und uns gleichermaßen.

Philipp: Vielen Dank für deine Zeit Sebastian. Hast du noch ein paar Abschlussworte, die du den Lesern mitgeben möchtest?

Vielen Dank! Mir ist es zum Schluss nur noch einmal wichtig, auf die Bedeutung von Prävention und Gesundheit im Allgemeinen hinzuweisen. Die aktuelle Krise hat gezeigt, dass Gesundheit unser höchstes Gut ist und auch im betrieblichen Kontext eine wichtige Rolle spielt. Mit dem richtigen Impuls, und den geben wir bei wellabe, erhalten Mitarbeiter eine realistische Selbsteinschätzung und kümmern sich dann oft proaktiv selbst um ihre Risikofaktoren. So bedarf es nur wenig Aufwand, um die Gesundheit der Mitarbeiter und damit auch die des Unternehmens sicherzustellen.

Philipp: Zum Schluss das wichtigste, wie kann man euch am besten erreichen, wenn man mehr über wellabe erfahren möchte? Auf unserer Website unter www.wellabe.de findet ihr alle Infos zu unserem Check-up und in unserem Magazine unter www.wellabe.de/magazine spannende Artikel rund ums Betriebliche Gesundheitsmanagement. Zudem erreicht ihr meinen Kollegen Benedikt Weilamann per Mail an benedikt@wellabe.de oder telefonisch unter 089 2154 705 28, der euch gerne alle Fragen beantwortet.