HRtalk: Hallo Kira M. W., vielen Dank, dass du dir im Rahmen der Gen Z talk für mich Zeit nimmst. Stell dich den Lesern doch kurz vor.

Hallo, mein Name ist Kira und ich bin 22 Jahre jung. Zurzeit studiere ich Betriebswirtschaftslehre, werde aber bald dieses Studium abschließen und einen Master im Bereich Digitales Management beginnen.

HRtalk: Wir haben uns kennengelernt, als du mir euer Studenten-Projekt Semay vorgestellt hast. Ich finde es klasse, dass Studenten sich im sozialen Bereich engagieren. Kannst du den Lesern etwas darüber erzählen?

Ja klar!

Semay®️ besteht seit 2012 und wurde im Rahmen des Moduls International Social Responsibility der Hochschule Mainz ins Leben gerufen. Es ist ein Projekt, das jungen Frauen in Äthiopien ermöglicht, einen Schulabschluss zu machen und dabei noch eine handwerkliche Tätigkeit, das Sticken zu erlernen, um damit ein Einkommen für ihre Familien zu sichern.

Mehr Informationen finden Sie auf unserer Website: http://semay.de

Um das Ziel des Moduls erreichen zu können, benötigen wir jedoch 1000 €. Um auch den Restbetrag, den wir noch benötigen, abdecken zu können, haben wir die folgende GoFundMe-Kampagne ins Leben gerufen: Link zur Kampagne

HRtalk: Aktuell befindest du dich im Studium. Was studierst du und wo siehst du dich in 3 Jahren?

Ich studiere Betriebswirtschaftslehre. Gerade befinde ich mich in meinem letzten Semester. Danach steht nur noch mein Praxissemester an. Ich strebe an, nach meinem Bachelorabschluss einen Master in dem Fach Digitales Management zu absolvieren. In 3 Jahren wäre ich dann fertig damit.

HRtalk: Vor deinem Studium hast du eine Ausbildung gemacht. Was hat dich damals dazu bewegt?

Vor meinem Studium habe ich mein Abitur in dem Bereich Gesundheit (Medizin) abgeschlossen. Dies ist an manchen beruflichen Schulen in Deutschland möglich. Ich habe also ab der 11. Klasse alles über das Gesundheitswesen und verschiedene medizinische Bereiche gelernt. Hier hatte ich das Fach „Gesundheitsökonomie“ (also etwas mit Wirtschaft). Hier habe ich meine Liebe zu wirtschaftlichen Prozessen entdeckt Das heißt also, dass ich meine letzten 3 Jahre in der Schule durchziehen musste, da ich wusste, dass ich danach in diesem Bereich meine Zukunft aufbauen werde. Es war ein harter Kampf, da es nicht leicht ist, Dinge zu lernen, die einen nicht wirklich interessieren. Vor Allem wenn es sich um Bereiche in der Medizin handelt.

Nach meinem Abitur habe ich mich also direkt für ein wirtschaftliches Studium umgesehen. So bin ich dann auf die Hochschule Mainz und meinen jetzigen Studiengang gekommen.

HRtalk: Kommen wir zu deinem zukünftigen Arbeitgeber. Wie stellst du dir deinen perfekten zukünftigen Arbeitgeber vor?

Meinen zukünftigen Arbeitgeber stelle ich mir so vor, dass alles modern ist. Es sollte also nicht zu altbacken sein. Ein modernes Büro, wie man es von diversen Unternehmen wie Google oder L’oreal in Düsseldorf kennt, wäre natürlich ein Traum. Mir ist es egal, ob es ein großes Unternehmen ist, oder ein Start-Up. Hauptsache die Atmosphäre zwischen Mitarbeitern und Führungskräften stimmt.

Auch ist es mir sehr wichtig, dass mein zukünftiges Unternehmen international tätig ist. Ich habe während meinem Studium (und auch in meiner Freizeit) sehr viel mit Menschen aus der ganzen Welt zu tun. Dadurch bin ich gelernt darin, mit verschiedenen Kulturen zu arbeiten bzw. zu interagieren.

Mein zukünftiger Chef sollte locker mit seinen Mitarbeitern umgehen. Auch erhoffe ich mir, ein Unternehmen zu finden, welches nicht zu stark nach Hierarchien handelt. Das heißt also, dass der Chef ein gutes Verhältnis zu seinen Mitarbeitern pflegt und diese auch unterstützt und weiterbildet. Ein Chef, der nur herumkommandiert und seine Mitarbeiter nicht mitsprechen lässt, ist für mich kein guter Chef.

HRtalk: Gibt es Employer Benefits, die für dich besonders wichtig sind oder sogar deine Entscheidung bei der Job Wahl beeinflussen würde?

Meiner Meinung nach kann ein Unternehmen das Home-Office anbieten. Es muss es aber nicht tun. Ich finde, dass man viel protektiver arbeiten kann, wenn man direkt vor Ort in seinem Büro sitzt. Auch unter Anderem, da man hier mit einem Team zusammenarbeitet. Dies geht allerdings auch sehr gut via Zoom oder Skype, wie ich in der jetzigen Zeit gelernt habe. Das ist aber nur meine persönliche Meinung.

Dinge wie eine kostenlose Bahncard fände ich sehr interessant. Wenn man gerne bei seiner Familie wohnen will und so in einem guten Unternehmen arbeiten kann (was zwar etwas weiter weg ist aber man ja durch die Bahncard schnell dorthin kommt und diese nicht zahlen muss), würde ich mich auf jeden Fall mehr für dieses Unternehmen interessieren. Da ich persönlich später nicht so gerne in eine Großstadt ziehen möchte, wäre das eine tolle Möglichkeit für mich trotzdem in einer kleineren Stadt zu wohnen und jeden Tag zu dem Unternehmen (kostenlos) zu pendeln.  Ein weiterer positiver Aspekt der kostenlosen Bahncard wäre natürlich auch die Kostenersparnis. Zug fahren wird immer teurer und so könnte man sich diese Kosten für etwas anderes aufheben.

HRtalk: Wenn du morgen nach einem Job suchen müsstest, auf welchem Medium würdest du suchen?

Wenn ich nach einem Job suche, gebe ich den Bereich immer erst bei Google ein. Dort werden mir dann viele verschiedene Webseite angezeigt, bei denen Unternehmen Jobs anbieten. Das wäre also mein erster Schritt. Mein zweiter Schritt wäre es, einen Job bei LinkedIn zu suchen. Hier bieten Unternehmen auch sehr oft gute Jobs an. Auch werden einem Jobs angezeigt, die auf das Profil des Bewerbers passen. Somit lernt man eventuell auch neue Bereiche kennen, die man vorher gar nicht kannte und ohne LinkedIn niemals kennen gelernt hätte.

HRtalk: Es gibt heutzutage viele Werbemöglichkeiten für Unternehmen, um Studenten zu erreichen. Welches Werbemedium ist dir am meisten in Erinnerung geblieben?

Bei uns an der Hochschule in Mainz gibt es mehrmals im Jahr Vorträge von verschiedenen Unternehmen. Diese Vorträge nennen sich M3 Vorträge. Hier nehme ich sehr gerne teil. Dadurch habe ich schon viele verschiedene Unternehmen kennenlernen dürfen, wie beispielsweise die Eckes Granini GmbH oder auch die August Storck KG. Hier stellen diese Unternehmen sich und verschiedene Bereiche ihres Unternehmens vor. Im Anschluss dessen hat man die Möglichkeit Fragen zu stellen und auch nach Praktikumsplätzen oder Arbeitsplätzen zu forschen.

Auch findet bei uns in der Hochschule oft eine Messe für Unternehmen statt, um Studenten anzuwerben. Dies nennt sich Tag der Unternehmen. Das kann man sich wie eine normale Messe vorstellen. Also Unternehmen bauen Stände auf und Studenten können dann von Stand zu Stand gehen und sich vorstellen und eventuell zum Beispiel einen Praktikumsplatz ergattern.

HRtalk: Welches Werbemedium würdest du Unternehmen empfehlen, um Studenten zu erreichen?

Ich würde Unternehmen empfehlen nicht nur den klassischen Weg zu gehen (das heißt über Google, Indeed etc.), sondern auch die sozialen Netzwerke zu nutzen. Die meisten Studenten nutzen die sozialen Medien heutzutage mehrere Studenten täglich. Wenn man hier also beispielsweise auf Instagram Werbung schalten würde oder einen Instagram Account des Unternehmens erstellen (mit lebendigen Insights der Tätigkeit des Unternehmens) würde und so nach neuen Bewerbern sucht, werden sich hier viel mehr Studenten bewerben. Auch hat man so den Eindruck, dass das Unternehmen attraktiver bzw. einfach moderner wirkt, wenn es dadurch Bewerber anwirbt. 

HRtalk: Vielen Dank Kira, dass du dir die Zeit für mich genommen hast.

Vielen Dank.

Hier gehts zu den vorheigen Gen Z talk Folgen:

Folge 1: Gerrit, 23 BWL-Student.

Folge 2: Jessica, 22, Wiwi-Studentin

Folge 3: Felicia, Personalmanagement-Studentin