E-Mail-Sicherheit im HR-Alltag: Wie Personalabteilungen vertrauliche Bewerberdaten schützen

von | HR Wissen

E-Mail-Sicherheit im HR-Alltag
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Jeden Tag landen in Personalabteilungen Lebensläufe, Gehaltsvorstellungen, Zeugnisse und manchmal auch Gesundheitsdaten im Posteingang. Kaum eine andere Abteilung im Unternehmen verarbeitet also so viele sensible Informationen über E-Mail wie HR. Trotzdem wird die eigentliche Kommunikationsinfrastruktur oft nicht so gut behandelt. Ein Passwort-Manager wird eingeführt, eine Firewall läuft im Hintergrund, aber das Postfach selbst bleibt oft doch eher ein blinder Fleck.

Das Postfach als unterschätzter Schwachpunkt

Dabei beginnt der Großteil erfolgreicher Cyberangriffe genau dort, im E-Mail-Postfach. Für Recruiter ist das besonders heikel. Ein gefälschter Anhang, getarnt als Bewerbungsunterlage, reicht manchmal aus, um Zugriff auf das ganze System zu bekommen. Wer viel mit externen Absendern kommuniziert, kann sich nicht einfach auf strenge Filterregeln verlassen, ohne echte Bewerbungen zu blockieren. 

Genau deshalb lohnt sich ein Blick auf eine business email, die von Grund auf mit Verschlüsselung arbeitet, anstatt Sicherheit nachträglich draufzusetzen. Bei einem guten Anbieter sind Nachrichten Ende-zu-Ende verschlüsselt, sodass selbst der Betreiber sie nicht mitlesen kann. Für HR bedeutet das: Bewerberdaten bleiben zwischen Absender und Empfänger, ohne Umweg über fremde Server.

Wo die Daten liegen, ist keine Nebensache

Ein zweiter Punkt, der in vielen HR-Teams unterschätzt wird, ist die Frage, wo diese Daten eigentlich liegen und welchem Recht sie unterliegen. Ein Anbieter mit Sitz in einem Land mit strengen Datenschutzgesetzen bringt hier einen echten Vorteil, weil Nutzerdaten nicht ohne Weiteres herausgegeben werden dürfen. 

Kombiniert mit einer Zero-Access-Architektur, bei der der Anbieter technisch gar nicht in der Lage ist, gespeicherte Inhalte zu entschlüsseln, entsteht ein Setup, das die DSGVO-Anforderungen deutlich leichter erfüllbar macht als klassische Mailsysteme aus den USA.

Auch Funktionen wie Ablaufdaten für Nachrichten oder Passwortschutz auf einzelnen E-Mails verhindern unsichere Situationen.

Phishing im Bewerbungsprozess

Das Thema Phishing verdient in HR leider ebenfalls mehr Aufmerksamkeit als es meistens bekommt. Bewerbungsprozesse sind ein beliebtes Einfallstor, weil Absender unbekannt sind und Anhänge geöffnet werden müssen. Systeme, die verdächtige Anmeldeversuche automatisch erkennen und blockieren, nehmen dem Team einen Teil dieser Last ab, ohne den Bewerbungsalltag zu verlangsamen. 

Wichtig ist außerdem, dass sich die technischen Sicherheitsversprechen überprüfen lassen. Quelloffene Software und regelmäßige unabhängige Audits, etwa nach ISO 27001 oder SOC 2, sind ein echtes Argument, wenn die IT-Abteilung oder der Datenschutzbeauftragte nachfragt.

Zugriffsrechte innerhalb des Teams

Ein weiterer Aspekt, der in der Praxis gerne untergeht, ist die Frage nach dem Zugriff innerhalb der eigenen Organisation. Wer darf welche Postfächer einsehen, wenn eine Personalreferentin im Urlaub ist? Was passiert mit dem Zugang, sobald jemand das Unternehmen verlässt? 

Ein zentrales Verwaltungspanel, über das Berechtigungen, Speicherplatz und Nutzerkonten gesteuert werden, macht solche Übergänge deutlich weniger chaotisch. Statt Zugangsdaten mündlich weiterzugeben oder in einer Excel-Liste zu pflegen, lässt sich der Zugriff sauber dokumentieren und im Bedarfsfall sofort entziehen.

Die eigene Domain als Vertrauenssignal

Die eigene Domain spielt hier ebenfalls eine Rolle, auch wenn sie auf den ersten Blick wenig mit Sicherheit zu tun hat. Bewerbungen, die von einer klar erkennbaren Unternehmensadresse aus beantwortet werden, wirken seriöser als generische Freemail-Adressen und lassen sich für Bewerber leichter als echt einordnen. Das reduziert nebenbei übrigens auch das Risiko, dass gefälschte Recruiter-Mails im Namen des Unternehmens verschickt werden, ohne dass jemand es merkt.

Abschließende Worte

Am Ende geht es nicht darum, aus jedem Recruiter einen IT-Sicherheitsexperten zu machen. Es geht darum, ein Postfach zu nutzen, das im Hintergrund die Arbeit übernimmt, die sonst vernachlässigt wird. Bewerberdaten verdienen nämlich denselben Schutz wie Kundendaten oder Finanzunterlagen, auch wenn sie in einem ganz normalen E-Mail-Anhang stecken. Und wer das erst einmal eingerichtet hat, merkt schnell, wie viel Ruhe es in den Arbeitsalltag bringt.

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