Mit flynne zum automatisierten Recruiting für Ihr HR-Team

Heute begrüße ich Katharina Pratesi, CPO und Partnerin der Brandmonks GmbH bei mir. Ich freue mich, dass ich die Gelegenheit bekomme, Ihr ein paar Fragen zum HR-Startup flynne stellen zu können 🙂 Let’s talk.

Phil: Grüß Dich Katharina, vielen Dank, dass Du Dir für das Interview Zeit genommen hast. Stell Dich Doch kurz den Leser*innen vor.

Katharina Pratesi von flynne

Sehr gern! Mein Name ist Katharina Pratesi. Ich bin Partnerin und CPO bei der Brandmonks GmbH und jetzt seit über zehn Jahren im HR-/Recruiting-Umfeld aktiv. Bei Brandmonks verantworte ich die internen HR Themen und leite unser Beratungsteam.

Phil: Wer steckt hinter flynne?

Hinter flynne steckt unser Unternehmen, die Brandmonks GmbH.  Wir sind eine europaweit tätige Managementberatung mit Sitz in Mainz. Bei uns dreht sich alles um das digitale Recruiting von der Personalgewinnung, über die Einstellung und bis zu 100 Tagen danach. Wir beraten unsere Kunden zu Recruiting- und Onboarding Strategien und optimieren Prozesse. Zudem sind wir auch als Interim Recruiter operativ tätig und haben unseren Service mit digitalen Technologien komplettiert. Das heißt, dass wir zum einen SAP Successfactors Partner sind und zum anderen entwickeln wir Tools, wie flynne.

Phil: Worum geht es genau bei flynne? Wie unterstützt Ihr Unternehmen beim Recruiting?

flynne ist das erste vollautomatisierte Recruiting-Tool mit digitalem Talentmatching.

Mit flynne wollen wir zweierlei erreichen:

Zum einen haben wir die Recruitingprozessschritte Sourcing, Screening und Selection (also die Suche nach Kandidat:innen, die Bewertung und Auswahl) voll automatisiert. Das sind sehr zeitaufwändige Schritte, insbesondere das Sourcing, die wir automatisiert haben und das ist tatsächlich auch erstmalig im Recruiting.

Und zum anderen finden Unternehmen und Menschen zueinander, denen vorher gar nicht bewusst war, dass sie sich gegenseitig bereichern können. Das Herzstück von flynne ist ein Modul, das KI-basiert, objektive Daten für bessere Prognosen zur Eignung und zum Potenzial eine:r Kandidat:in verarbeitet und Unternehmen in Echtzeit einen passenden Kandidaten-Pool bereitstellt. In anderen Worten, screent flynne nicht die CVs von Kandidat:innen, sondern matcht Kompetenzen und Potenziale mit Jobprofilen. 

So hilft flynne Unternehmen, offene Stellen speziell in Berufen zu besetzen, in denen es aktuell extrem schwer ist, geeignete Fachkräfte zu finden.

Phil: Wie funktioniert flynne?

Flynne ist eine Kombination aus vier interdisziplinären Kompetenzen:

  1. Zielgruppenspezifische Online-Kampagnen
  2. Digitale Kompetenzreise
  3. Talentmatching durch KI
  4. Analytics
Flynne mobile Version

Wir aktivieren aktive und passive Kandidat:innen durch gezielte emotionale Kampagnen in ihrem persönlichen digitalen Umfeld. Darüber hinaus haben wir Brand Ambassadors und Influencer:innen im Einsatz, die uns dabei unterstützen, die Zielgruppe zu erreichen.

So werden potenzielle Kandidat:innen auf eine kurze, digitale und unverbindliche Kompetenzreise (Competence Journey) eingeladen. Auf dieser Reise können die Teilnehmer:innen ihr eigenes Potenzial testen und jobrelevante Fragen beantworten. Währenddessen werden ihnen immer wieder Informationen und Perspektiven der Branche oder Berufsgruppe vermittelt, für die sie angesprochen wurden.

Das System wertet objektiv, basierend auf statistischen Korrelationen, aus, inwieweit die Person zu dem gesuchten Profil wirklich passt und stellt den suchenden Unternehmen in Echtzeit einen passenden Kandidaten-Pool bereit.

Ein:e Kandidat:in wird über die automatische Kontaktaufnahme informiert, welche Unternehmen an deren Fähigkeiten und Kompetenzen interessiert sind und kann entscheiden, ob ein Kennenlerntermin interessant ist. Bei einer positiven Reaktion erfährt das Unternehmen, um wen es sich bei dem:der Kandidat:in handelt. Anschließend kann der Bewerbungsprozess beginnen. Man telefoniert also, lernt sich kennen, spricht über die nächsten Schritte…

Phil: Was war eure Motivation flynne zu entwickeln?

Unsere Motivation war in erster Linie unsere Vision. „Eine Welt, in der die Talente und Fähigkeiten jedes einzelnen Menschen erkannt und bestmöglich eingesetzt werden.“ Dabei hat uns unsere Erfahrung und Expertise im Recruiting genauso geprägt, wie unsere eigenen persönlichen Geschichten im Team.

Hinzu kommt, dass wir seit über 20 Jahren im Recruiting unterwegs sind und die Painpoints im Recruiting genau kennen. Und jetzt, wo die Digitalisierung voranschreitet, kommen besondere Herausforderungen auf Unternehmen zu, die sich mit den konventionellen Methoden nicht mehr begegnen lassen. Seien wir mal ehrlich: die Welt verändert sich in einem rasanten Tempo und was machen wir? Wir rekrutieren seit über 30 Jahren nach den gleichen Kriterien. So können wir nicht weitermachen. Mit flynne möchten wir das ändern.

Phil: Wie erreicht ihr passive Kandidaten, die genau auf die Candidate Persona der Unternehmen passen?

Mit zielgruppenspezifischen Online-Kampagnen sprechen wir auch passive potenzielle Kandidat:innen an und halten unsere digitale Kompetenzreise (Competence Journey) bewusst kurz und informativ. Selbst wenn man im ersten Moment nicht offen für einen neuen Job ist, fühlt man sich angesprochen und hat Lust sein eigenes Potenzial zu testen. Der Vorteil ist, dass Kandidat:innen im Prozess so lange anonym bleiben, bis sie von einem interessierten Unternehmen kontaktiert werden und wenn es spannend klingt, ihre Identität offenlegen können.

Phil: Automatisiertes Recruiting, was kann man sich darunter vorstellen?

Darunter kann man sich eine sehr hohe Zeit und Kostenersparnis vorstellen. Das Sourcing ist in der Regel mit hohem Zeit- und Kostenaufwand verbunden. Ob man passiv über Jobbörsen sourct oder aktiv in Karrierenetzwerken oder CV-Datenbanken. Recruiter:innen wissen, wie hoch der Aufwand ist. flynne übernimmt die aktive Suche und Ansprache von potenziellen Kandidat:innen, die Bewertung und Auswahl nach den Ergebnissen der Competence Journey. Mit den Informationen die ein:e Recruiter:in erhält, ist sogar das erste Telefoninterview mit abgedeckt, das häufig geführt wird.  

Das tolle ist: flynne kann in Dimensionen agieren, die für Recruiter:innen unmöglich sind. Beispielsweise würde ein:e Recruiter:in für die Suche, Identifikation, Ansprache und das CV Screening von 1.000 Profilen fast ein halbes Jahr benötigen. Das ist nicht möglich und auch nicht anzuraten, in solchen Dimensionen „zu Fuß“ zu rekrutieren. Mit flynne läuft derselbe Prozess vollautomatisiert ab und spart damit bis zu 85% Zeit und 80% Kosten. Gleichzeitig greift flynne auf einen viel größeren Pool an potenziellen Kandidat:innen zu, als ein Mensch es je könnte.  

Phil: Spielt der Mensch hier überhaupt noch eine Rolle?

Oh, der Faktor Mensch ist aus meiner Sicht aus dem Recruiting überhaupt nicht und hoffentlich niemals wegzudenken! Eine KI soll den Menschen im Recruiting unterstützen und sie nicht ersetzen. Bei aller Automatisierung müssen sich Recruiter:innen und Fachbereiche am Ende immer einen eigenen persönlichen Eindruck von den Bewerber:innen machen. Das passiert mit dem ersten persönlichen oder Videointerview. Von hier an übernimmt der Mensch den weiteren Prozess.

Technologien verkürzen Prozesse und, richtig eingesetzt, ermöglichen sie eine Steigerung der Effizienz. Sie sparen Zeit, Kosten und damit wertvolle Ressourcen und in diesem Fall gibt flynne den großen Benefit eines Wissensvorsprungs zu den Kandidat:innen. Schon vor dem persönlichen Gespräch lernt das Recruiting, über welche wichtigen Soft Skills Kandidat:innen verfügen und können sich im Gespräch auf das Wesentliche konzentrieren.

Phil: Vor allem jetzt in Zeiten des Homeoffice ist oft die Rede von automatisiertem Recruiting, welche HR-Prozesse sind Eurer Meinung nach längst überfällig, dass sie automatisiert werden sollten?

Tatsächlich sind schon viele Prozesse im Recruitung und auch in HR automatisiert worden, unabhängig vom Home Office. Inzwischen gibt es Systeme für die automatisierte Ausspielung von Jobpostings auf multiplen Plattformen, Performance Marketing im Recruiting, die Bewerberauswahl, Teile des Onboardings, Lohn- und Gehaltsabrechnungen, Urlaubs- und Leistungsmanagement. Im Grunde lassen sich alle regelmäßig wiederholenden Prozesse sehr gut automatisieren. Mehr Angebote für die Automatisierung würde ich mir in der Suche und Ansprache von Kandidat:innen wüschen, wie wir das mit flynne machen, da der operative Aufwand extrem hoch ist.

Phil: Was sind die USPs von flynne und welche konkreten Vorteile haben die Unternehmen dadurch?

  1. Die Suche, Bewertung und Auswahl von Kandidat:innen ist voll automatisiert. Sogar die Kontaktaufnahme kann vollautomatisiert ablaufen.
  2. Diversity-gerechtes Recruiting. Wir erheben keine soziodemografischen Daten, um Kandidaten nicht zu diskriminieren.  Der gesamte Prozess bleibt für die Kandidat:innen bis zum finalen Kennenlernen anonym.
  3. Kompetenzbasierte Talentsuche. Recruiting nach Kompetenzen, wie z.B.: fachliche Kompetenzen + Soft Skills. flynne screent nicht die CVs von Kandidat:innen, sondern matcht Kompetenzen und Potenziale mit Jobprofilen.
  4.  Zeit/Ressourcen/Budget Entlastung. Der Recruitingprozess mit flynne spart bis zu 85% Zeit und 80% Kosten im Vgl. zu klassischen Methoden
  5. Spezialisten und Quereinsteiger. Rekrutierung von hochspezialisierten Fachkräften ist genauso möglich, wie die Rekrutierung qualifizierter Quereinsteiger.
  6. flynne bietet den suchenden Firmen einen eigenen Unternehmenshub, um alle Kandidaten-Scores und Talent Reports zu überblicken. Darüber hinaus wird ein Analytics Dashboard mit vorgefertigten Reportings zur Verfügung gestellt.
  7. Zugang zu Kandidaten, die man über herkömmliche Recruiting-Wege mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht bekommen hätte.

Phil: Vielen Dank für deine Zeit. Hast du noch ein paar Abschlussworte, die du den Lesern mitgeben möchtest?

Mir persönlich ist es wichtig den Lesern mitzugeben, dass wir im Zuge der Digitalisierung einen Mind Change bei den Entscheider:innen benötigen. Wir können so viel an KI Tools arbeiten, wie wir wollen, aber wenn wir mit der gleichen Einstellung an das Recruiting gehen, wie immer … passiert nichts.

Wir müssen eine Diversity-Kultur fördern, unsere Ziele danach ausrichten und Strategien und Tools integrieren, die uns dabei unterstützen. So können wir die großartigen Potenziale des Arbeitsmarktes für den wirtschaftlichen Wachstum eines Unternehmens richtig einsetzen und Menschen mit Unternehmen zusammenbringen, die sich langfristig bereichern.

Daher möchte ich Unternehmen dazu ermutigen, sich mit dem Thema Diversität ernsthaft auseinanderzusetzen, wenn sie nicht schon dabei sind, und einen auf ihr Unternehmen zugeschnittenen Ansatz zu entwickeln.

Phil: Zum Schluss das wichtigste, wie kann man euch am besten erreichen, wenn man mehr über flynne erfahren möchte?

Es besteht die Möglichkeit über https://flynne.de/demo-termin-vereinbaren/ einen Termin zu vereinbaren oder mich auch gern über LinkedIn kontaktieren. Das ist, denke ich, das einfachste und schnellste.