Unter Social Media Recruiting (auch Social Recruiting) wird die Personalbeschaffung über Soziale Medienkanäle bezeichnet. Social Recruiting wird mitunter dem Personalmarketing unterstellt.

Diese Art des Recruitings bietet dem Personaler die Möglichkeit, interaktiver mit den Bewerbern zu Kommunizieren. Häufig wird jedoch der Arbeitsaufwand von den Unternehmen unterschätzt. Die Sozialen Medien schlafen nie! So muss sich ein Social Recruiter darauf einstellen, dass er auch mal am Wochenende auf Fragen der Bewerber eingehen muss. Dies ist ein wenig mit der Leadgenerierung beim Vertrieb zu vergleichen. Je länger der Lead (die Rede ist vom Bewerber) nichts hört, desto eher kann er sein Interesse verlieren. In der heutigen Zeit der Digitalisierung ist der Bewerber viel schnelllebiger und erwartet eine Nachricht binnen kurzer Zeit. Die Karenzzeit unterscheidet sich jedoch von jeder Plattform. Bei typischen Businessnetzwerken, wie Xing oder LinkedIn kann eine Antwort auch erst am nächsten Tag oder nach dem Wochenende gegeben werden. Die Instagram-Nutzer sind hier schon ungeduldiger.

Aus diesem Blickwinkel betrachtet, birgt Social Recruiting viele Risiken aber auch viele Vorteile. Der Personaler muss sich dessen bewusst sein, dass der Arbeitsaufwand und -zeit je nach Einsatz der Plattformen nicht den typischen Bürozeiten entsprechen kann.

Arten des Social Recruitings

Grundsätzlich können Bewerber auf die verschiedensten Arten angesprochen werden. Arten können sogenannte Paid-Ads sein, Acvitve Sourcing oder durch organisches Wachstum und Stärkung der Arbeitgebermarke.

Arbeitgebermarke

Grundsätzlich ist es für Unternehmen wichtig geworden, in der heutigen Zeit Online vertreten zu sein. Nicht nur aus der Sicht des Employer Brandings hat es viele Vorteile für die Arbeitgebermarke, seine Unternehmensprofile auf den passenden Sozialen Plattformen zu pflegen, auch aus der Sicht des Social Recruitings kann die Suche nach den passenden Bewerbern unterstützend wirken. Die Frage, ob ein Unternehmen Online vertreten sein sollte, kann mit einem Satz beantwortet werden: Bewerber informieren sich über ein Unternehmen hauptsächlich Online.

Active-Sourcing

In meinen Augen ist Active Sourcing die Königsdisziplin des Recruitings. Im Grunde betreibt jedes Unternehmen, dass auch auf Jobmessen vertreten ist, schon Active Sourcing, halt nur offline. Online fordert es aber ein hohes Maß an Disziplin für den Recruiter. Wohingegen eine Jobmesse nur 1 bis 2 Tage von dem Recruiter verlangt wird, sich mit den Bewerbern zu unterhalten, ist der Recruiter online 24/7 für den Bewerber ansprechbar. Ein weiteres Kriterium, welches erfüllt sein muss, ist ein starkes Netzwerk auf den richtigen Plattformen. Am sinnvollsten ist diese Methode des Recruitings auf den Business-Netzwerken Xing und LinkedIn.

Persönliches Statement
Xing ist für mich das StudiVZ von damals und LinkedIn das Facebook. Nach eigenen Beobachtungen, wechseln immer mehr Recruiter zu LinkedIn. Xing verliert immer mehr an Nutzern. Nicht ohne Grund stellt sich Xing mittlerweile als Employer Branding und New Work Agentur auf.

Paid-Ads

Rücke vor bis auf Los und ziehe 1.000€ ein. Mit diesem Satz sind Paid-Ads ganz gut erklärt. Sollte der Recruiter am Anfang stehen und noch ein kleines Netzwerk haben, können mit Paid-Ads eine große Reichweite generiert werden. Wie bei den obigen arten auch, können hier sehr gut passive Bewerber generiert werden. Paid-Ads können aber auch für unerfahrene große Kosten mit sich ziehen. Aus diesem Grund macht es Sinn, dass am Anfang eine Agentur beratend oder umsetzend mitwirkt, dass die Kosten gering gehalten werden. Denn ansonsten kann es ganz schnell heißen: Gehein das Gefängnis. Begib Dich direkt dorthin. Gehe nichtüber Los. Ziehe nicht 1.000€ ein.

Social Media Kanäle

Hier wird zunächst in zwei verschieden Arten unterteilt. Business- und Social-Netzwerke. Je nach Jobausschreibung ist hier der passende Kanal vom Recruiter zu wählen. Nach Stand heute sind folgende Netzwerke aktiv:

Social-Netzwerke

  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Youtube
  • Snapchat
  • Reddit
  • Twitter
  • Jodel

Business-Netzwerke

  • LinkedIn
  • Xing

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